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Für den Besuch benutzt man nicht Ihren Lieblings-Browser? Womöglich hat er auch kein Shockwave-Plug-in installiert oder Java deaktiviert? Pech für Sie, wenn er dann nichts zu sehen bekommt und die Webseite enttäuscht verlässt. Lassen Sie Ihrem Besuch die Wahl – bieten Sie ihm Alternativen. Testen Sie die Seiten mit verschiedenen Browsern. Und überlegen Sie sich vorher, ob Sie die aufwendige Animation überhaupt brauchen.

Java-Menüs und Buttons Sie sind einfach zu pflegen und bieten nette Effekte – aber wenn Ihr Besuch Java ausgeschaltet hat, wird er nichts sehen außer einer grauen Fläche und hat keine Möglichkeit, auf Ihrer Webseite zu navigieren. Und selbst wenn er Java aktiviert hat, kann es passieren, dass das Menü nicht sofort lädt. Animationseffekte sind auf den ersten Blick nett, nutzen sich aber schnell ab. Ihr Besucher legt weniger Wert darauf, als Sie vielleicht denken.

Buttons mit Hilfe von Java-Applets zu animieren, bedeutet, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Verwenden Sie hier besser Javascript, das hat den Vorteil, dass die Buttons auch noch funktionieren, wenn der Nutzer Java oder Javascript ausgeschaltet hat – vorausgesetzt, Ihr Skript ist sauber programmiert! Im anderen Fall können Sie sicher sein, dass Ihr Besucher wenigstens in einem mit Ihnen einig ist: im Fluchen über die Fehlermeldungen beim Laden der Seite.

 

Benötigt man Flash-Animationen?

 

Flash-Animationen kommen immer mehr in Mode, doch auch hier sollten Sie sich überlegen, ob der Aufwand lohnt. Bietet der Einsatz einer Animation einen Zusatznutzen? Können Sie damit etwas darstellen, was ohne Flash nicht möglich wäre? Oder wird kein zusätzlicher Nutzen geboten, der das Laden der Animation rechtfertigen würde. Der Besuch ist nicht an Unterhaltung interessiert, sondern an Zahlen.

Wenn es angebracht ist, kann man Flash als Entertainment-Tool einsetzen, der Besucher wird mit spaßigen Trickfilmen unterhalten, kann aber die Animation jederzeit unterbrechen und im Menü nach Informationen suchen. Wer auf solch eine Webseite kommt, will unterhalten werden und nimmt auch längere Ladezeiten gern in Kauf. Wichtig: eine Version für Besucher erstellen, die kein Flash-Plug-in haben, und der Sound-Loop nervt. Dazu mehr beim nächsten Punkt.

 

Midi-Musik

 

Vor einigen Jahren war es noch Mode, seine Webseiten durch Midi-Musik zu untermalen. Heute ist das nicht nur mega-out und nervt den Besucher, sondern kann auch teuer werden, wenn Sie nicht daran gedacht haben, die fälligen Gema-Gebühren abzuführen. Midi-Sound hört sich außerdem auf den meisten Standard-Soundkarten sehr dürftig an, und Sie können nicht kontrollieren, in welcher Qualität die Musik beim Besucher abgespielt wird. Auch bei Flash-Animationen wird gern auf Sound-Loops zurückgegriffen, die allerdings meist den Charme einer hängenden Schallplatte entwickeln und eher lästig als unterhaltsam sind. Wenn Sie auf Sound nicht verzichten wollen, lassen Sie ihn nicht automatisch beim Laden der Seite starten, sondern überlassen Sie es dem Besucher, ob er die Sounddatei abspielen will oder nicht.

So das war es für heute, nächstes mal sehen wir uns einmal die Typografie auf den Webseiten an.