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Die die Netzgemeinde seit Jahren bewegt, und immer noch reagieren Besucher mit verhaltener Begeisterung, wenn sie auf Frames stoßen. Sie müssen schon gute Gründe haben, um Frames einzusetzen. Die meisten großen Informationsanbieter kommen ohne Frames aus. Da große Sites häufig mit Redaktionssystemen verwaltet werden, fällt das Argument der einfachen Wartung der Navigationsleiste dort weg.

Dennoch haben Frames ihre Berechtigung, wenn sie sinnvoll eingesetzt werden. Informationen, die auf jeder Seite gleich sind, können so zum Beispiel immer im Blickfeld bleiben, oder auch ein für Banner reservierter Raum, der nicht weggescrollt werden soll. Darüber hinaus verringern sich die Ladezeiten, weil nur noch Teile der Seite nachgeladen werden müssen. Das ist vor allem sinnvoll, wenn Sie größere Grafiken im Navigationsbereich haben.

Frames können außerdem benutzt werden, um sicherzustellen, dass eine Seite immer in einer festen Größe dargestellt wird, unabhängig von der Bildschirmauflösung des Benutzers. Achten Sie beim Einsatz von Frames aber auf folgendes:

Testen Sie ein Frameset mit mindestens 800 x 600 Bildpunkten, und stellen Sie sicher, dass auch Besucher, die mit der Auflösung 640 x 480 unterwegs sind, wenigstens die Framegrößen verändern können.

Nehmen Sie dem Besucher nicht seine Scrollbalken weg. Frameborders sehen hässlich aus und sollten nach Möglichkeit weggelassen werden. überlegen Sie sich gut, was in Ihre Frames hinein soll.

Packen Sie nicht zu viele Informationen in einen Navigationsframe. Gescrollt werden sollte nur im Hauptframe, nicht in den Navigationsframes!

Wenn Sie Frames einsetzen, achten Sie darauf, dass es im Quelltext der Seite, die das Frameset enthält, einen „noframes“-Bereich gibt, der Besuchern mit alten Browsern einen Link auf eine Alternativseite oder zumindest eine Information bietet. In diesem Noframes-Bereich sollten Sie auch unbedingt Schlüsselwörter und einen Beschreibungstext unterbringen, sonst kann es Ihnen passieren, dass Suchmaschinen als Beschreibungstext für Ihre Seite nur ein „Ihr Browser kann keine Frames darstellen“ oder Ähnliches auswerfen.

 

Die Webseite als Irrgarten

 

Lassen Sie Ihren Besucher nicht hilflos umherirren. Eine durchdachte Navigation ist das A und O jeder erfolgreichen Webseite. Orientieren Sie sich an den Bedürfnissen des Kunden, nicht an Ihrer Unternehmensstruktur. Testen Sie die Navigation mit unbedarften Anwendern – Sie werden sich wundern, wo Ihre Tester überall hinklicken. Links müssen als solche erkennbar sein. Wenn Text unterstrichen ist, wird erwartet, dass sich darunter auch ein Link verbirgt. Verwenden Sie unterschiedliche Farben für Links und bereits besuchte Links, damit Ihr Besucher sieht, auf welchen Seiten er bereits war. Verstecken Sie Links nicht ausschließlich hinter Illustrationsgrafiken.

Am weitesten verbreitet ist eine Navigation am linken Bildschirmrand – einfach weil wir gewöhnt sind, von links nach rechts zu lesen. Als Ergänzung bietet sich eine horizontale Navigationsleiste am oberen oder unteren Bildschirmrand an. Immer weiter verbreitet sind auch Aufklappmenüs, die zwar aufwendig in der Programmierung sind, aber für einen aufgeräumten Bildschirm sorgen, der nicht überladen wirkt. Ostereier suchen: Eine beliebte Variante des nützlichen OnMouseOver-Events: Navigationselemente verraten erst, was hinter ihnen steckt, wenn man mit der Maus darüber fährt. Das ist ein netter optischer Effekt, macht es dem Besucher aber schwer, sich auf der Seite zurechtzufinden. Legitim ist das, wenn Sie zusätzlich eine Alternativnavigation anbieten. Bei größeren Sites sollten eine Sitemap und eine Suchfunktion nicht fehlen.

 

Meta-Tags und Suchmaschinen

 

Heißt Ihre Seite auch „Please title this page“ oder „index.htm“? Dann haben Sie Ihre Meta-Tags nicht ordentlich gepflegt. Wenigstens „Title“, „description“ und „keywords“ sollten gepflegt sein, damit Ihre Seite nicht nur in Suchmaschinen entsprechend gelistet wird, sondern auch mit einem aussagekräftigen Seitentitel im Browserfenster des Besuchers angezeigt wird. Wenn Ihnen mal langweilig sein sollte, werfen Sie eine Suchmaschine an und suchen Sie nach der Zeichenkette Mega „Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit“ – Sie werden staunen! Dieses „Pseudo-Latein“ wird von Satzprogrammen oder auch Web-Editoren wie Frontpage dazu verwendet, Dummy-Text zu generieren. Wenn Sie also nicht wollen, dass Ihre Baustellenseiten gefunden werden, verzichten Sie auf diese Dummy-Texte.

 

Ruhe in Frieden

 

Sie haben alles beachtet, Ihre Webseite ist augenfreundlich, ansprechend, übersichtlich – aber es tut sich nichts darauf? Die letzte Änderung war vor sechs Monaten, und Kundenanfragen werden nicht beantwortet? Dann haben Sie verloren. Das Internet ist ein interaktives Medium, eine Webseite ist mehr als ein digitalisierter Prospekt. Bieten Sie dem Kunden die Möglichkeit, in Dialog mit Ihnen zu treten! Das Minimum ist eine funktionierende E-Mail Adresse auf jeder Seite des Angebots. Und „News“ sind nur dann News, wenn sich dort mehrmals im Monat etwas tut. Weitere interaktive Möglichkeiten sind Umfragen, Newsletter, Foren, Preisausschreiben, oder auch ein Chat. Geben Sie Ihrem Besucher einen guten Grund, wiederzukommen!

 

Fazit:

 

  • Schließen Sie keinen Besucher aus, bieten Sie Alternativen zu Plug-ins, stellen Sie sicher, dass Ihre Seiten mit allen aktuellen Browsern visuell korrekt zusammenwirken.
  • Verzichten Sie auf Musikdarbietung – wenn sie sein muss, lassen Sie dem Besucher die Wahl, ob er es hören will.
  • Verwenden Sie Schriften, die auf dem Bildschirm gut lesbar sind – nicht zu klein, bei Serifenschriften lieber noch eine Nummer größer.
  • GIF ist für Grafiken, JPEG ist für Fotos! Ein Bild kann im Web nie zu klein sein, nur zu groß.
  • Lange Wartezeiten vermeiden. Verzicht auf unnötig aufgeblähte Webseiten,dadurch werden lange Ladezeiten vermieden.
  • Setzen Sie Farben überlegt und gezielt ein, überladen Sie Ihre Seiten nicht, verzichten Sie auf Unruhefaktoren wie Zappel-GIFs und Banner-Overkill.
  • Frames sollen die Nutzung Ihrer Webseite vereinfachen, nicht Am besten, Ihr Besucher bemerkt sie gar nicht.
  • Sorgen Sie für eine übersichtliche Navigation und Seitenstruktur. Bieten Sie eine Sitemap und eine Suchfunktion.

Pflegen Sie Ihre Meta-Tags! Aktualisieren Sie Ihre Webseite regelmäßig und bleiben Sie im Dialog mit Ihren Besuchern! Dann klappt es auch im Internet!