Seite auswählen

Wie versprochen, begutachten wir einmal die Schriften auf den Webseiten.

Der Platz auf dem Bildschirm ist begrenzt. Was liegt also näher, als möglichst kleine Schriften einzusetzen? Da werden Fließtexte in einer 8-px-Verdana verfasst – wenn Sie das auch tun wollen, liefern Sie die Lupe am besten gleich mit! Texte in dieser Größe sind nicht mehr lesbar und sollten Untertiteln vorbehalten bleiben.

Das Minimum ist eine 10-px-Arial oder Verdana – Serifenschriften wie die Times Roman sollten Sie erst ab 12 px verwenden. übrigens: die Verdana wurde extra für den Bildschirm entworfen. Verwenden Sie nach Möglichkeit serifenlose Schriften. Denken Sie außerdem daran, dass nicht jeder Besucher den kompletten Windows-Fontpack installiert hat. Formatieren Sie grundsätzlich nicht mit nur einer Schriftart, sondern sehen Sie Alternativen vor.

 

Textlastige Imagemaps

 

Eine andere weit verbreitete Unsitte ist, Text durch Grafiken darzustellen, insbesondere bei riesigen Imagemaps, die nichts weiter vorstellen als einfachen Text. Ein Klassiker! Das textlastige Menü wird als Grafik dargestellt, eine Text-Alternative gibt es nicht. Folge: Der Benutzer muss das Laden der Grafik abwarten und weiß außerdem nicht, welchen Link er schon besucht hat. Der Text ist unscharf und dadurch schlecht zu lesen und zu drucken. Blinde und Sehbehinderte bleiben ganz außen vor – ihre Screen-Reader erkennen hier „Grafik“, und darauf, die vorzulesen, sind sie nicht eingestellt.

 

Falsch verwendete Grafikformate und Bildgrößen

 

Die gebräuchlichsten Grafikformate im Web sind GIF und JPEG. GIF wird vornehmlich für Grafiken mit klaren Konturen (zum Beispiel Piktogramme, Karten, Texte als Grafik) oder animierte Grafiken eingesetzt. Weil GIF nur 256 Farben darstellen kann, ist es nicht unbedingt für Fotos geeignet. Es sei denn, Sie mögen Moirés und kopfschüttelnde Besucher. Wenn aber nicht, dann nehmen Sie für Fotos JPEG. Das Format ist trickreich: Es setzt darauf, dass das menschliche Auge Unschärfen im Detail nicht wahrnimmt, und zeigt Umrisse um so verschwommener, je höher der Kompressionsfaktor ist.

Bei Fotos fällt das nicht weiter ins Gewicht und führt zu einer Reduzierung der Dateigröße. Bei Grafiken mit klaren Konturen und wenigen Farben führt die Verwendung von JPEG zu einem „Ausbluten“ der Konturen, außerdem wird die Datei größer. Schlecht: www.flughafen-muenchen.de Beachten Sie bei der Verwendung von Fotos auch, dass der Bildschirm nur 72 dpi darstellen kann.

Es bringt also nichts, ein Foto mit 300 oder gar 600 dpi zu scannen, damit die Qualität besser wird. Solche hohen Auflösungen sind nur sinnvoll, wenn die Grafik gedruckt werden soll. Wenn Sie ein mit 300 dpi gescanntes Foto in Originalgröße auf eine Webseite stellen, erhalten Sie ein riesengroßes Bild mit hohen Ladezeiten.

Denken Sie auch an die Bildschirmauflösung Ihres Besuchers – der Durchschnitt ist mit 800 x 600 Pixeln unterwegs. Ein Foto sollte daher nicht breiter sein als 400 Pixel. Die meisten marktüblichen Bildbearbeitungsprogramme bieten eine „Resize“-Option an, mit der Sie Bilder verkleinern können.

Wenn Sie eine Bildergalerie online stellen, bieten Sie den Besuchern kleine Vorschaugrafiken. Dazu verkleinern Sie das Originalbild mit Ihrer Bildbearbeitung und speichern diese kleine Version als so genannten „Thumbnail“ ab. Setzen Sie dann unter die Vorschaugrafik einen Link, der auf die Originalgrafik verweist.

Achtung: es reicht nicht, die Originalgrafik mit den Parametern HEIGHT und WIDTH im Browser klein zu zoomen! Diese Größenangaben dienen nur dazu, das Laden einer Seite zu beschleunigen, weil der Browser weiß, wie viel Platz er für die zu ladende Grafik reservieren muss.

So das war es für heute, nächstes mal sehen wir uns einmal das Farbdesign und der wartende Besucher an.